Neue Regeln für wirtschaftlich Berechtigte können dazu führen, dass mehr natürliche Personen zu erfassen sind – in einzelnen Fällen auch leitende Führungskräfte eines Kundenunternehmens. Hinzu kommen zusätzliche Pflichtangaben wie Ausweisnummern. Darauf weist FTI Consulting in einem Fachbeitrag hin.
Mehr Aufwand entsteht durch erweiterte Hochrisikokategorien. Vermögende Privatkunden und ein größerer Kreis politisch exponierter Personen unterliegen verschärften Prüfpflichten. Hochrisikokunden müssen künftig mindestens jährlich überprüft werden, Kunden mit niedrigem Risiko spätestens alle fünf Jahre.
Bestandskunden sind neu zu bewerten, fehlende Informationen nachzuerheben und Know-your-Customer-Systeme anzupassen. Institute müssen die Aufgaben zwischen Fachbereichen, Compliance und Datenmanagement klar verteilen. Neue Kontrollen sollten zunächst in einzelnen Kundengruppen oder Geschäftseinheiten getestet werden. So lassen sich Datenlücken, Bearbeitungsvolumen, Personalbedarf und notwendige Kundenansprachen vor dem breiten Roll-out erfassen.
Handbuch Compliance-ManagementHerausgegeben von Prof. Dr. Josef Wieland, Prof. Dr. Roland Steinmeyer und Prof. Dr. Stephan GrüningerSchlüssel zu nachhaltiger Wertschöpfung
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