Im Mittelpunkt der Umfrage standen die Perspektiven der Arbeitswelt. Die Teilnehmenden wurden gefragt, inwieweit sie der Aussage zustimmten, „In meiner beruflichen Zukunft erwarten mich noch viele Möglichkeiten“. 49,5 Prozent der Befragten stimmten dem nicht zu. Frauen erwarten zu 58,2 Prozent nicht mehr viele Möglichkeiten für sich, bei den Männern sind es 41,1 Prozent. In der Altersgruppe 18 bis 29 Jahre sehen 34,4 Prozent kaum Möglichkeiten in ihrem Berufsleben.
Für 83,2 Prozent der befragten Beschäftigten bedeutet Arbeit erst einmal Existenzsicherung. Auf Platz zwei der Motive folgt das Ausüben einer sinnvollen Tätigkeit, das bei 50,7 Prozent eine wesentliche Rolle spielt, gefolgt vom Bedürfnis, Kontakt zu anderen Menschen zu haben mit 43,8 Prozent. Medial sehr präsente Motive wie „Etwas zur Gesellschaft beitragen“ (34 Prozent) und „Spaß haben“ (26 Prozent) rangieren mit deutlichem Abstand dahinter.
Trotz des existenzsichernden Charakters der Arbeit spricht sich eine Mehrheit für einen frühen Renteneintritt aus. Die unsicheren wirtschaftlichen Aussichten scheinen diesen Wunsch nicht aufzuhalten. Auf die Frage nach der persönlichen finanziellen Absicherung im Ruhestand gaben 19,7 Prozent an, sie sei sehr schlecht, für weitere 25,4 Prozent ist sie eher schlecht. Von einer guten Absicherung gehen 25,7 Prozent aus, von einer sehr guten 6,1 Prozent. Während sich durchschnittlich 50,6 Prozent der Frauen schlecht abgesichert fühlen, sind es bei den Männern 39,8 Prozent.
Das Demographie Netzwerk ist ein gemeinnütziges Netzwerk von Unternehmen und Institutionen, die den demographischen Wandel als Chance begreifen und aktiv gestalten wollen. Weitere Informationen zur Umfrage finden Sie hier.
(ESV/fab)
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