Das geht aus dem Wirtschaftsausblick 2026/27 von Allianz Trade hervor. Für Beratungsmandate besonders relevant ist die hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Handelskonflikten – Unternehmen haben Lieferketten angepasst, Zölle umgangen und Investitionen gezielt verlagert.
Die USA bleiben ein zentraler Wachstumsmotor, allerdings mit einer Two-Speed-Economy. Die Handelskonflikte belasten weniger als befürchtet, während Künstliche Intelligenz und der Sektor Informations- und Kommunikationstechnik mehr als die Hälfte des Wachstums tragen. Für Unternehmen bedeutet das: Technologie-, Daten- und KI-Strategien werden zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor, auch jenseits der Tech-Branche. Gleichzeitig spricht das Szenario einer früher endenden Zinssenkungsphase der Federal Reserve für vorsichtigere Finanzierungs- und Investitionsentscheidungen.
China bleibt exportseitig überraschend stark, kämpft aber mit schwacher Binnennachfrage und Überkapazitäten. Für internationale Unternehmen steigt damit die Bedeutung von Marktdiversifikation, Preisdruck-Management und geopolitisch resilienten Go-to-Market-Strategien. Zusätzliche staatliche Impulse ab 2026 sind nach Einschätzung von Allianz Trade wahrscheinlich.
In der Eurozone bleibt das Wachstum moderat. Deutschland erholt sich zwar, bleibt strukturell unter Potenzial, während Frankreich trotz politischer Unsicherheiten investitionsgetrieben wächst. Für Beratungen eröffnen sich hier Chancen in Transformations-, Effizienz- und Restrukturierungsprojekten. Die Europäische Zentralbank dürfte die Zinsen stabil halten, was Planungssicherheit schafft, fiskalische Spielräume aber begrenzt.
Global profitieren Unternehmen von soliden Bilanzen und von KI-Investitionen, müssen jedoch mit steigenden Insolvenzen und höherem Refinanzierungsdruck rechnen. Für Beratungsprojekte rücken daher Performance-Programme, Portfoliobereinigungen, M&A-Readiness ebenso wie Risiko- und Resilienzstrategien in den Fokus. Trotz insgesamt positiver Aussichten nehmen institutionelle, geopolitische und finanzielle Risiken zu – ein Umfeld, in dem klare Priorisierung, Szenarioplanung und belastbare Cashflows erfolgskritisch sind.
Besser entscheiden in unsicheren Situationenvon Prof. Dr. Peter WittOb wichtige unternehmerische Weichenstellung oder systematisches Risikomanagement: In fast allen Entscheidungssituationen gilt es, genaue Zielvorstellungen zu entwickeln, sich vom Ballast unwichtiger Nebenschauplätze zu befreien und sinnvoll mit fehlenden Informationen umzugehen.
Die 2. Auflage hat einen erweiterten fachlichen Fokus etwa zum Umgang mit Polyrisiken und enthält viele zusätzliche Abbildungen. |
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