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BDU-Geschäftsklimabefragung  
21.04.2022

Consultingfirmen: Aktuelle Geschäftslage meist noch gut – Aussichten eingetrübt

Dr. Hans-Jürgen Hillmer, BuS-Netzwerk Betriebswirtschaft und Steuern
Knapp 80 Prozent der Marktteilnehmer bleiben trotz wachsender Unwägbarkeiten aktuell bei ihren bisherigen Umsatzplanungen. (Foto: Kurhan/stock.adobe.com)
Die vom Bundesverband Deutscher Unternehmensberatungen (BDU) vierteljährlich durchgeführte Geschäftsklimabefragung in der Consultingbranche kommt für das erste Quartal 2022 zu dem Ergebnis, dass die aktuelle Geschäftslage oft noch als gut eingeschätzt wird, sich die Aussichten aber eintrüben.

BDU-Präsident Ralf Strehlau: „Durch den Ukraine-Krieg wächst auch in unserer Branche die Unsicherheit hinsichtlich der weiteren Konjunkturentwicklung. Der zeitliche Verlauf und die möglichen wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Kunden, die nicht zuletzt aus politischen Entscheidungen entstehen können, sind schwer absehbar.“

Die meisten halten an bisheriger Umsatzprognose fest

Knapp 80% der Marktteilnehmer bleiben trotz wachsender Unwägbarkeiten aktuell bei ihren bisherigen Umsatzplanungen. Consultingfirmen korrigieren ihre Planungen um durchschnittlich -2,4%. Kleinere Unternehmensberatungen passen ihre Erwartung (-3,5%) stärker nach unten an als mittelgroße und große Consultingfirmen (-1,5% bzw. -1,3%). Bei etwas mehr als der Hälfte sind bislang noch keine Beratungsmandate durch die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs unmittelbar betroffen.

Noch stabile Budgetplanungen

Jede zweite Unternehmensberatung hat für das erste Quartal 2022 angegeben, aktuell über den Budgetplanungen zu liegen (Anteil Q4 2021: 56%). 42% entwickelten sich gemäß ihren internen Erwartungen (Anteil Q4 2021: 32%). Bei den Geschäftssichten hingegen ist der Anteil derer, die in den kommenden sechs Monate eine noch günstigere Geschäftsentwicklung erwarten, auf 34% gesunken (Anteil Q4 2021: 48%). 15% rechnen mit ungünstiger werdenden Geschäftsaussichten, im vierten Quartal 2021 hatten dies lediglich 6% angegeben.

Große Consultingfirmen mit mehr Skepsis

Der Geschäftsklima-Indexwert ist im Quartalsvergleich in allen Größenklassen gesunken. Am stärksten fiel der Rückgang bei den großen Consultingfirmen mit mehr als 50 Millionen Euro Umsatz von 120,9 auf 107,3 aus. Während in diesem Marktsegment drei Viertel der Marktteilnehmer aktuell eine gute Geschäftslage melden, erwarten nur noch 29% bessere Geschäftsaussichten. Das dürfte damit zusammenhängen, dass von den großen Consultingfirmen oft umfangreiche und längere Beratungsprojekte durchgeführt werden. Werden diese verschoben oder kommen überhaupt nicht zustande, hat dies stärkere Auswirkungen auf die Budgetplanung als bei kleineren Projektvolumina. Optimistischer geben sich die mittelgroßen Unternehmensberatungen, hier liegt der Anteil bei 35%. Über alle Größensegmente hinweg betrachtet rechnen 15% mit ungünstigeren Geschäftsaussichten in den kommenden sechs Monaten.

Änderung des Verbandsnamens

Der BDU hat zudem am 14.4.2022 eine Änderung des Verbandsnamens und des Außenauftritts bekannt gegeben: Nunmehr steht das Kürzel BDU für die Verbandsbezeichnung „Bundesverband Deutscher Unternehmensberatungen“. Der neue Verbandsname ersetzt damit die bisherige Bezeichnung Bundesverband Deutscher Unternehmensberater. Die Umbenennung geht einher mit einem überarbeiteten Logo und einem weiterentwickelten Außenauftritt. Weitere Infos finden Sie hier.

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