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Positive Entwicklung  
21.12.2020

„Gründungsgeist“ bei Jüngeren gestiegen

ESV-Redaktion/ConsultingBay
Berufliche Selbstständigkeit bietet eine Möglichkeit zur aktiven Mitgestaltung von Wirtschaft und Gesellschaft. (Foto: BullRun - stock.adobe.com)
Über die vergangenen 20 Jahre ist in Deutschland die Präferenz für eine berufliche Selbstständigkeit deutlich zurückgegangen. Trotz allem zeigen junge Leute ein steigendes Interesse an beruflicher Selbstständigkeit.
Der weichende Gründungsgeist hängt mit der demografischen Alterung zusammen, die sich in vielen Industrienationen abspielt. Denn das Gründungsinteresse nimmt mit dem Lebensalter ab. Zudem verdirbt die zunehmende wirtschaftspolitische Unsicherheit der vergangenen Jahre die Gründungslust. Umso erfreulicher ist es, dass unter Jüngeren die Präferenz für eine berufliche Selbstständigkeit wieder zugenommen hat. „Nicht zuletzt durch die intensiven öffentlichen Diskussionen großer Themen wie Klimaschutz oder soziale Teilhabe, scheinen viele junge Menschen erkannt zu haben, welche Möglichkeiten ihnen Gründungen und Start-ups bieten, um selbst aktiv zu werden und Wirtschaft und Gesellschaft zu gestalten”, bemerkt Dr. Fritzi Köhler-Geib, die Chefvolkswirtin der KfW.

„Gründungsgeist” besonders stark bei Studierenden

Die Entwicklung bei Jüngeren steht auf einem starken Fundament. Die Gründungslust ist gestiegen, fast egal wo im Erwerbsleben sie stehen, also ob erwerbstätig, arbeitslos oder nicht-erwerbstätig. Eine Gruppe sticht aber hervor: Studierende. Bei ihnen hat sich der Anteil mit entsprechender Präferenz für die berufliche Selbstständigkeit im vergangenen Jahr deutlich erhöht - von 33 auf 46 Prozent. Insbesondere Studierende der Wirtschaftswissenschaften und in MINT-Fächern zeigen eine deutlich gestiegene Gründungslust.

Dämpfer durch Corona

Die Corona-Krise trieb die Unsicherheit aber auf neue Höhen. Der Gründungsgeist wird dadurch wohl wieder einen Dämpfer erhalten. Die wirksame Unterstützung der durch die Krise betroffenen Selbstständigen und Unternehmen kann aber helfen, dass es nur ein vorübergehender Dämpfer sein wird.

Die vollständige Studie kann hier nachgelesen werden.

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(ESV/ff)