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(Elektro-)Mobilität  
03.11.2014

Kienbaum: Die Zukunft gehört den E-Autos

Mario Schulz (ESV-Redaktion)
Die Zukunft der (Elektro-)Mobilität (© Siemens-Pressebild)
Kienbaum und emodrom kooperieren. Gemeinsam werden die Partner am Hockenheimring die E-Mobility-Akademie betreiben. Damit unterstützen sie das Ziel der Regierung von einer Million Elektroautos bis 2020.
Die Zukunft des Automobils ist elektrisch, auch wenn es auf deutschen Straßen noch nicht danach aussieht. Die Zielvorgabe ist eindeutig: Laut der Bundesregierung sollen bis 2020 rund eine Million Autos in Deutschland elektrisch angetrieben werden.

Für die Managementberatung Kienbaum ist das Thema (Elektro-)Mobilität ebenfalls ein Zukunftsthema. Das zeigt nicht zuletzt diese Initiative: Gemeinsam mit der Gesellschaft zur strategischen Weiterentwicklung des Hockenheimrings und Steuerung seines Mobility-Netzwerks (emodrom) betreibt die Managementberatung am Traditionsstandort Hockenheimring die E-Mobility-Akademie. In Trainings- und Workshops sollen die Mitarbeiter von Automobilherstellern und -zulieferern in Sachen Elektromobilität fit gemacht werden.

Bundesregierung fördert (Elektro-)Mobilität

Lange Zeit hat sich in dem Bereich (Elektro-)Mobilität, trotz des ambitionierten Ziels von einer Million Elektroautos bis 2020, nicht viel bewegt. Im September wurde allerdings von der Bundesregierung das Elektromobilitätsgesetz verabschiedet. Allein durch die darin beschlossenen Maßnahmen können im Jahr 2020 laut einer Prognose von Kienbaum 200.000 Elektroautos mehr auf deutschen Straßen rollen.

Harald Proff, Geschäftsführer und Leiter der Global Practice Group Automotive bei Kienbaum ist überzeugt, dass das Gesetz ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung ist. Es biete den Unternehmen erneut ein Signal, dass es nicht nur großen Kunden oder Wählergruppen, sondern auch der Regierung mit dem Thema ernst sei.

E-Mobility verändert die ganze Industrie

Die Herausforderungen der (Elektro-)Mobilität sind vielschichtig. In vielen Konzernzentralen, aber auch in den Zulieferbetrieben werde immer noch diskutiert, wann der richtige Zeitpunkt sei, um in die Elektromobilität zu investieren. Zwar werde in den Entwicklungslabors schon intensiv an neuen Antriebstechniken geforscht und in den Marketing- und Vertriebsabteilungen eifrig Kampagnen entwickelt. Nach Auffassung von Proff ist die Situation in den Unternehmen allerdings häufig immer noch dadurch geprägt, dass Aktivitäten parallel und nicht gebündelt verlaufen. Für sich genommen sind die Projekte laut Proff zu oft noch "unterkritisch". Zusammengenommen, so Proff weiter, weisen sie aber auch heute schon "eine signifikante Größe" auf.

Das Ziel müsse laut Proff daher darin bestehen, Kompetenzen zu bündeln und Widerstände in der gesamten Organisation zu überwinden. Der Wandel hin zur (Elektro-)Mobilität finde nicht nur unter der Motorhaube statt, sondern er umfasse das gesamte Geschäftsmodell, ist sich der Kienbaum Experte für (Elektro-)Mobilität sicher. Die neue Gesetzesinitiative seitens des Bundes kann hier der entscheidende Katalysator für die Unternehmen sein, die Elektromobilitätsentwicklungen der verschiedenen Abteilungen besser zu bündeln und damit schneller attraktive Angebote auf den Markt zu bringen.

(Elektro-)Mobilität auf dem Stundenplan

Die E-Mobility-Akademie will die Unternehmen auf ihren Weg in die (Elektro-)Mobilität begleiten: In den Veranstaltungen soll, so die Zielstellung der Initiatoren, originäres methodisches und inhaltliches Know-how in der Elektromobilität vermittelt werden. Unternehmen sollen in die Lage versetzt werden, Kompetenzen und Strukturen für die E-Mobility schnell aufzubauen, um den Wandel hin zur Elektromobilität aktiv mitzugestalten. Um dieses Ziel zu erreichen, setzten die Betreiber der Akademie auch auf neue Innovative Design-Thinking- und Think-Tank Konzepte.
 
"Wir werden künftig der Industrie, dem Handel, Verbänden und Institutionen gemeinsam ein innovatives Portfolio an Serviceleistungen zu den Themen Top Management Meetings, Beratung, Qualifizierungen, Schulungen, Trainings, Rekrutierung und Events anbieten", ist sich Thomas Reister, CEO von emodrom, sicher.

Hockenheim das neue Herz für (Elektro-)Mobilität

Der Standort Hockenheimring ist nach Meinung von Proff bewusst gewählt. "Es gibt keinen besseren Ausgangspunkt für diesen Wandel und die Kompetenzentwicklung als ein Ort, der Automobilmanager so sehr begeistert wie der Hockenheimring." Zudem ist die Rhein-Neckar-Region immer noch die Herzkammer der deutschen Automobilindustrie mit ihrem dichten Netzwerk von Automobilfirmen und ihren Zuliefern. (Quelle: Kienbaum)