Deutscher Industrie 4.0 Index
11.12.2014
Kommunikator gesucht
Mario Schulz, ESV-Redaktion ConsultingBay
Gute Kommunikation, so scheint es, ist auch in der "Realindustrie" der Schlüssel zum Erfolg. Denn rund 71 Prozent der Befragten aus den Branchen Maschinen- und Anlagenbau, Elektro-, Automobilindustrie sowie Luftfahrt, Energie und Logistik halten kommunikative Fähigkeiten für eine der wesentlichen Eigenschaften von Führungskräften. Hier herrsche jedoch, so das Ergebnis der Umfrage, großer Nachholbedarf.
Zusammengefasst ist dies und weitere Erkenntnisse aus dem industriellen Innenleben im erstmals erhobenen "Deutschen Industrie 4.0 Index". Danach seien in 40 Prozent der Unternehmen die Führungskräfte bei der internen Kommunikation mit Kollegen oder Mitarbeitern "noch nicht über die Aneignung von Grundkenntnissen hinausgekommen". Damit nicht genug: Nur 25 Prozent der Unternehmen gestehen ihren Bereichs-, Abteilungs- und Teamleitern zu, auf diesem Feld schon den Ansprüchen an einen modernen Führungsstil zu genügen.
Als Gründe sehen die Studienmacher die meist technisch geprägten Berufswege, auf denen es nicht zwangsläufig sei, sich um "das Thema Mensch und das eigene Verhalten zu kümmern", so Wilhelm Goschy. Die Aufgabenstellung für Unternehmen sei damit vorgegeben: Sie müssten ihre Führungskräfte bei der Transformation des Führungsstils unterstützen, indem man ihnen beispielsweise gezielt Coaches an die Seite stelle.
Dennoch sehe "sich Deutschland auf dem Weg zur ‚Smart Factory‘ noch an der Weltspitze", so ein weiteres Ergebnis des Deutschen Industrie 4.0 Index. Das volle Produktivitäts-Potenzial, meint Berater Goschy, sei nur zu heben, bei "einer Veränderung des Führungsverhaltens Richtung offenem Dialog am Ort der Wertschöpfung".
Führungskräfte – raus aus der Komfortzone
Führungskräfte müssten "aus ihren Komfortzonen herauskommen und vor Ort in der Werkshalle präsent sein. Das passiert bisher viel zu selten", meint Wilhelm Goschy, Vorstand der für die Studie verantwortlichen Unternehmensberatung Staufen AG. Eine neue Technologie allein könne nicht führen, dazu bedürfe es "kommunikationsstarker Führungskräfte", so Goschy.Zusammengefasst ist dies und weitere Erkenntnisse aus dem industriellen Innenleben im erstmals erhobenen "Deutschen Industrie 4.0 Index". Danach seien in 40 Prozent der Unternehmen die Führungskräfte bei der internen Kommunikation mit Kollegen oder Mitarbeitern "noch nicht über die Aneignung von Grundkenntnissen hinausgekommen". Damit nicht genug: Nur 25 Prozent der Unternehmen gestehen ihren Bereichs-, Abteilungs- und Teamleitern zu, auf diesem Feld schon den Ansprüchen an einen modernen Führungsstil zu genügen.
Als Gründe sehen die Studienmacher die meist technisch geprägten Berufswege, auf denen es nicht zwangsläufig sei, sich um "das Thema Mensch und das eigene Verhalten zu kümmern", so Wilhelm Goschy. Die Aufgabenstellung für Unternehmen sei damit vorgegeben: Sie müssten ihre Führungskräfte bei der Transformation des Führungsstils unterstützen, indem man ihnen beispielsweise gezielt Coaches an die Seite stelle.
Dennoch sehe "sich Deutschland auf dem Weg zur ‚Smart Factory‘ noch an der Weltspitze", so ein weiteres Ergebnis des Deutschen Industrie 4.0 Index. Das volle Produktivitäts-Potenzial, meint Berater Goschy, sei nur zu heben, bei "einer Veränderung des Führungsverhaltens Richtung offenem Dialog am Ort der Wertschöpfung".