Konzepte sowie Tools zur Nutzenplanung und -kontrolle des Projektportfolios
Unser Handeln wird stets von Entscheidungen bestimmt. Das Ergebnis einer Entscheidungssituation ist ein Entschluss, der anschließend in die Tat umgesetzt wird. Entschlüsse können nur gefasst werden, wenn mehrere Optionen zur Verfügung stehen. Ein Entscheider wird sich in einer solchen Situation stets für die Option entscheiden, die ihm den höchsten, von ihm tatsächlich wahrgenommenen Nutzen bietet. Somit ist der Nutzen der zur Verfügung stehenden Optionen die zentrale Orientierungsgröße eines jeden Entscheidungsprozesses. Er ist ein äußerst komplexes Gebilde. Für eine hohe Entscheidungsqualität ist es unabdinglich, diesen Nutzen möglichst genau zu erfassen. Das gilt uneingeschränkt auch für Projekte. Es gibt, je nach Anwendungsgebiet, sehr unterschiedliche Nutzendefinitionen. Dieser Beitrag stützt sich auf die ökonomische Theorie, in der der Nutzen als das Maß für eine Bedürfnisbefriedigung verstanden wird (vgl. z.B. Nieschlag/Dichtl/Hörschgen (2002)). Er ist praktisch die Schnittmenge aus Leistung und Bedürfnis. Leistungen, die über ein Bedürfnis hinausgehen, sind keine Nutzenbestandteile.
Seiten 441 - 457
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