Organisationskultur
Die Idee, sich mit der „Kultur“ einer Organisation auseinander zu setzen, rührt von der Vorstellung her, dass Organisationen so etwas wie kleine Gesellschaften sind. Die Kultur einer Gesellschaft hat die Funktion, Wissen und Fähigkeiten horizontal weiterzugeben. Sie ergänzt damit die vertikale Weitergabe durch biologische Vererbung (HEJL 2011). Eine Organisationskultur ist zweckorientierter. Sie besteht aus jenen Grundannahmen, an denen sich die Mitglieder in ihrem Handeln orientieren. Dabei ist es unerheblich, wer sie „erfunden“ hat. Sie sind einfach da, haben sich bewährt und werden deshalb weitgehend akzeptiert. Mit ihrer Hilfe lernen neue Mitglieder die „richtige“ Haltung. Organisationskultur trägt wesentlich dazu bei, dass sich die Wahrnehmungsprozesse und Wirklichkeitskonstrukte im Lauf der Zeit angleichen.
Seiten 178 - 181
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