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Performantes Führen – Leistung plus Wirkung

„Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.“
Aristoteles
Wenn wir dieses Zitat auf das Thema Management und Führung projizieren, so stellen sich zwei Fragen: Was ist denn am Wind so verkehrt, dass wir die Segel anders setzen sollen? Und auf welche Weise sollen wir die Segel dann anders setzen? In beiden Fragen verbirgt sich die „Zeitenwende“, die sich nun schon über mehrere Jahrzehnte erstreckt. Vor vierzig Jahren zeigte uns etwa Fritjof Capra, Bannerträger der New-Age-Bewegung, in seinem Buch „Wendezeit“, wie sehr sich der Wind gedreht hat. All diese Wenden bescherten uns unter anderem die aus der Kriegsführung in das Management verpflanzte VUCA-Welt und die in der Nische der Softwareentwicklung ersonnene Agilität.
In ersterer diktiert eine infantilisierende Buchstabenfolge (angeblich riefen die US-Militärs „Vuca, Vuca, Vuca“ statt „Russia, Russia, Russia“) die zusammengewürfelten Inhalte (volatility, uncertainty, complexity, ambiguity). Die Forderung der Vucarianer lautet: Das nicht Erfassbare muss endlich erfassbar gemacht werden. Was die Agilität anlangt, so sind alle ernstzunehmenden Versuche, dieses Puddingwort auf einen überzeugenden Bedeutungsinhalt zu reduzieren, kläglich gescheitert. Kundennähe? Anpassungsfähigkeit? Autonomie? Diese Begriffe tauchen schon zu Beginn der 1980er Jahre bei den Managementpredigern Thomas Peter und Robert Waterman auf.
Die folgenden Zeilen sind der Versuch, den Wendewind zu nutzen, um den angesammelten Schaum etwas zu verblasen. Dass ich damit die Kritik derer, die ich kritisiert habe, auf mich ziehe, akzeptiere ich vollkommen.

Seiten 13 - 26