Selbstbewertung von Nachhaltigkeit in KMU
Seit der Rio-Konferenz 1992 hat sich Nachhaltigkeit zu einem international weithin anerkannten Leitbild entwickelt und Einzug gehalten in die Strategie vieler erfolgreicher Unternehmen. Nachhaltigkeit ist aus dem heutigen Diskurs um Wettbewerbsfähigkeit nicht mehr wegzudenken. Viele Unternehmen in Deutschland nehmen bei diesem Thema eine Vorreiterrolle ein. Diese Vorreiter konnten sich mittlerweile in Nachhaltigkeitsratings und -rankings profilieren. Eine Unternehmenspolitik des nachhaltigen Wirtschaftens zielt darauf ab, die drei Aspekte „betriebswirtschaftlichen Erfolg, Auswirkungen auf die Umwelt sowie die Beziehungen des Unternehmens zu seinem gesellschaftlichen Umfeld in ein langfristig tragfähiges Gleichgewicht“ zu stellen. Eine solche Unternehmenspolitik ist hierbei kein Selbstzweck, vielmehr fördert sie den Unternehmenserfolg: Umweltmanagementsysteme decken Effizienzpotenziale auf und das gesteigerte Bewusstsein für soziale und ökologische Verantwortung in Verbraucher- und Finanzmärkten sowie öffentlichen Ausschreibungen motiviert Unternehmen zu wachsenden Nachhaltigkeitsbemühungen. In einigen Branchen ist ein Nachweis für umwelt- und sozialverantwortliches Wirtschaften mittlerweile zur Zugangsvoraussetzung für internationale Lieferketten geworden. Und auch im Investmentbereich sind seit einigen Jahren Trends hin zu mehr Nachhaltigkeit wie bspw. die Einbeziehung von Sozial- und Umweltrisiken in die Unternehmensbewertung oder eine gesteigerte Orientierung und Dialog mit allen wesentlichen Stakeholdern zu beobachten.
Seiten 79 - 102
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