Unternehmensberatungen blicken optimistisch in die Zukunft
Verbandspräsident Ralf Strehlau stellte die Ergebnisse der Befragungen vor. Ein Überblick:
- Lockdowns und Kontaktbeschränkungen haben besonders die Geschäftstätigkeit der Human-Resources-Berater beeinträchtigt und ihnen einen kräftigen Umsatzrückgang von 12,5 Prozent beschert.
- Am geringsten fiel der Rückgang (ein Prozent) in der IT-Beratung aus.
- Die Sanierungsberatung war trotz der Aussetzung der Insolvenzantragspflicht und weitgehender staatlicher Unterstützungsprogramme für notleidende Unternehmen besonders gefragt.
- Ein Plus verzeichnen können auch die Bereiche Corporate (Social) Responsibility (nachhaltiges Wirtschaften) mit 9,5 Prozent sowie die Sektionen CRM und Vertrieb mit 6,5 Prozent.
- Besonders gefragt waren Beratungsleistungen im Bereich der Energiewirtschaft (u.a. Elektromobilität) mit 8 Prozent Umsatzwachstum, im Bereich der TIMES-Branchen (Telekommunikation, Informationstechnologie, Multimedia, Entertainment und Sicherheitsdienste) mit 5,5 Prozent Umsatzwachstum sowie auch verstärkt aus dem Handel.
- Wenig überraschend wiederum waren zweistellige Umsatzrückgänge im Verkehr und Gastgewerbe, in der Automobilindustrie sowie im Maschinenbau.
Weniger Dienstreisen, weniger Meetings, mehr Homeoffice
Die Pandemie hat die Art und Weise der Consultingarbeit komplett und dauerhaft verändert: Zwei Drittel weniger Dienstreisen und interne Präsenzmeetings sowie eine Zunahme der Remote-Arbeit um rund 60 Prozent. Hervorzuheben sind hier allerdings die Unterschiede in den Größen der Beratungshäuser: Während in den größeren Beratungen ein Plus von 73 Prozent Remote-Arbeit angegeben wurde, betrug die Zunahme an Homeoffice-Workern in kleineren Unternehmensberatungen lediglich 39 Prozent.Ausblick: Optimismus in allen Bereichen
Für das laufende Jahr wird ein kräftiger Aufschwung der Branchenkonjunktur erwartet. Der BDU-Geschäftsklimaindex zeigt steil nach oben mit 110 Punkten, fast die Hälfte der Befragten rechnet mit günstigeren Geschäftsaussichten.
Hohe Wachstumsraten sind vor allem bei Restrukturierung und Reorganisation sowie im IT-Bereich zu erwarten: Der Unterstützungsbedarf wird nach Einschätzung vieler Experten spätestens nach Auslaufen der Hilfsprogramme der Bundesregierung für die Wirtschaft erheblich steigen, so der BDU. Die Pandemie habe zudem den mangelnden Grad an Digitalisierung an vielen Stellen der deutschen Wirtschaft deutlich gemacht. Auch in wichtigen Kundenbereichen, vor allem in den in Corona-Zeiten gefragten Branchen Healthcare und Chemie/Pharma, ist mit zweistelligen Wachstumsraten zu rechnen.
Lesen Sie hier die vollständige Pressemitteilung des BDU.
| Consulting Autor: Prof. Dr. Thomas Deelmann, Prof. Dr. Andreas Krämer Von den einen geliebt, von anderen gemieden: Kaum ein Berufsfeld ist gleichzeitig so gefragt und so umstritten wie Consulting. Daher braucht es Sachlichkeit und Orientierung, um die Unternehmensberatung als Profession zu entdecken, besser zu verstehen und zu gestalten.
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(ESV, uw)